deen

Heidelberg Tipps: Stadtteile und Geheimtipps

Heidelberg Tipps nach Stadtteilen: Altstadt, Neuenheim, Handschuhsheim, Bahnstadt, Ziegelhausen und mehr, je mit konkreten Zielen, Wochenmarkt und Anfahrt.

von Heidelberg-Interaktiv ·

Wer Heidelberg entdecken will, beginnt in der Altstadt mit Schloss, Alter Brücke und Kornmarkt und wechselt dann über den Neckar nach Neuenheim zu Philosophenweg und Neckarwiese. Die besseren Geheimtipps liegen in den Stadtteilen: Tiefburg und Füllfederhalter-Museum in Handschuhsheim, Quiltsammlung in Ziegelhausen, Carl-Bosch-Museum in Schlierbach.

StadtteilGut fürKonkrete ZieleWochenmarkt
Altstadterster BesuchSchloss, Alte Brücke, Kornmarkt, UniversitätsmuseumSa Marktplatz, Do und Fr Friedrich-Ebert-Platz
NeuenheimSpaziergang, NeckaruferSchlangenweg, Neckarwiese, Zoo, Botanischer GartenMi und Sa Marktplatz
HandschuhsheimDorfkern, WandernTiefburg, St. Vitus, HeiligenbergSa Tiefburgvorplatz
BergheimKunst, NeckarSammlung Prinzhorn, Altes Hallenbad, ThermalbadSa Alfons-Beil-Platz
Weststadt und SüdstadtAltbauviertel, KulturWilhelmsplatz, Bergfriedhof, KarlstorbahnhofDo Wilhelmsplatz
Bahnstadtmoderner Stadtteil, FamilienGadamerplatz, Pfaffengrunder Terrasse, LuxorFr Gadamerplatz
Ziegelhausen und Schlierbachruhige AusflügeStift Neuburg, Textilsammlung Max Berk, WolfsbrunnenSa Parkplatz Kucheblech
Rohrbach, Kirchheim, WieblingenAlltag, NaturRohrbacher Markt, Messplatz-Flohmarkt, AltneckarSa Rohrbach, Fr Kirchheim

Bevor Sie losgehen: Praktische Tipps

  • HeidelbergCARD: 1 Tag 25 € (ermäßigt 21 €), 2 Tage 36 €, 4 Tage 40 €, Kinder bis 5 Jahre frei. Enthalten sind das Schlossticket mit Bergbahn, freie Fahrt im ganzen Verkehrsverbund Rhein-Neckar (VRN, auch Regionalzüge 2. Klasse) und freier Eintritt unter anderem in das Kurpfälzische Museum und die Sammlung Prinzhorn. Die Karte ist seit 2026 digital und personalisiert (Stand Oktober 2026).
  • Umleitungen im Busnetz: Seit dem 5. Oktober 2026 gilt in Heidelberg wegen Bauarbeiten ein Umleitungsnetz der rnv, betroffen sind unter anderem die Dossenheimer Landstraße in Handschuhsheim und die Montpellierbrücke. Laut Karlstorbahnhof dauern die Umleitungen voraussichtlich bis April 2028. Prüfen Sie Ihre Verbindung kurz vor der Fahrt.
  • Bergbahn: Die Heidelberger Bergbahnen fahren vom Kornmarkt über das Schloss und die Molkenkur bis auf den Königstuhl. Vom 4. Oktober 2027 bis 7. April 2028 ruht der Betrieb, dann fahren Ersatzbusse.
  • Fahrrad: VRNnextbike kostet 1 € pro 15 Minuten, höchstens 12 € pro 24 Stunden.
  • Schiff: Die Weiße Flotte legt an den Neckarstaden 25 nahe der Alten Brücke ab. Die Rundfahrt dauert etwa 50 Minuten, von April bis Oktober täglich um 10.30, 12, 13.30, 15 und 16.30 Uhr.

Altstadt: die Klassiker, kompakt

Die Altstadt ist der Stadtteil, in dem fast alle Besucher anfangen. Die Hauptsehenswürdigkeiten liegen zu Fuß beieinander. Die Hauptstraße verbindet den Bismarckplatz im Westen mit dem Karlstor im Osten.

  • Schloss: Das Schlossticket kostet 11 € (ermäßigt 5,50 €) und schließt die Bergbahn hin und zurück, den Schlosshof, das Große Fass und das Deutsche Apotheken-Museum ein. Der Schlosshof ist täglich 9 bis 18 Uhr zugänglich. Anfahrt: Bus 20 oder 36 bis Rathaus/Bergbahn, dann mit der Bergbahn zur Station Schloss. Alles Weitere steht in unserem Beitrag zum Heidelberger Schloss.
  • Kornmarkt: Der Platz entstand im 16. Jahrhundert auf dem Gelände des Alten Spitals und hieß zunächst „Neuer Markt“. In der Mitte steht der Muttergottesbrunnen, an der Südostecke das Palais Graimberg. Hier ist auch die Talstation der Bergbahn.
  • Alte Brücke: Die heutige Steinbrücke ließ Kurfürst Karl Theodor 1786 bis 1788 bauen. Am 29. März 1945 wurde sie gesprengt und im Juli 1947 wieder eingeweiht. Mehr dazu im Beitrag Alte Brücke.
  • Universitätsmuseum und Jesuitenviertel: Im Erdgeschoss der Alten Universität (Grabengasse 1) zeigen drei Räume sechs Jahrhunderte Universitätsgeschichte seit der Gründung 1386. Ein paar Schritte weiter steht die Jesuitenkirche von Johann Adam Breunig. Anfahrt laut Heidelberg Marketing: Bus 29 oder 33 bis Universitätsplatz.
  • Kurpfälzisches Museum, Hauptstraße 97: im barocken Palais Morass, Dienstag bis Sonntag 10 bis 18 Uhr, Dauerausstellung 3 €, sonn- und feiertags 1,80 €, mit HeidelbergCARD frei.
  • Marstall: Ludwig V. ließ ihn 1510 direkt am Neckar errichten, heute sitzt hier die Altstadt-Mensa.

Tipp: Der Wochenmarkt auf dem Marktplatz (Samstag 8 bis 14 Uhr) und auf dem Friedrich-Ebert-Platz (Donnerstag nachmittags, Freitag vormittags) zeigt die Altstadt als Wohnviertel und nicht nur als Kulisse.

Neuenheim: Neckarufer, Philosophenweg, Zoo

Über die Alte Brücke oder die Theodor-Heuss-Brücke erreichen Sie Neuenheim auf der Nordseite des Neckars.

  • Schlangenweg und Philosophenweg: Der Schlangenweg führt von der Alten Brücke steil, knapp einen halben Kilometer lang, hinauf zum Philosophenweg. Oberhalb liegt das Philosophengärtchen mit exotischen Pflanzen. Route, Dauer und Geschichte stehen in unserem Beitrag zum Philosophenweg.
  • Neckarwiese: rund 5 Hektar Wiese am Ufer mit Wasserspielplatz an der DLRG-Station, Skateanlage an der Ernst-Walz-Brücke und Tretbootverleih.
  • Marktplatz und Johanniskirche: Der alte Dorfkern ist nur rund um den Marktplatz erhalten, darunter der spätgotische Turm der alten Johanniskirche. Wochenmarkt Mittwoch und Samstag 7 bis 13 Uhr.
  • Hirschgasse: Das Gasthaus ist laut Stadt Deutschlands ältestes Mensurhaus, Mark Twain schrieb 1878 über die Mensuren hier. Das Hotel ist derzeit wegen Umbaus geschlossen, die Wiedereröffnung ist laut Website für 2027/2028 geplant.
  • Zoo Heidelberg, Tiergartenstraße 3: 1934 von Carl Bosch und Otto Fehringer gegründet, an 365 Tagen geöffnet (April bis September 9 bis 19 Uhr, März und Oktober bis 18 Uhr, November bis Februar bis 17 Uhr). Erwachsene zahlen bis 31. Oktober 2026 16 €, ab 1. November 13 €. Bushaltestelle „Medizinische Klinik/Chirurgie/Zoo“.
  • Botanischer Garten, Im Neuenheimer Feld 340: 1593 gegründet und laut Stadt der drittälteste botanische Garten Deutschlands, rund 5.000 Arten auf 3 Hektar.

Handschuhsheim: Dorfkern mit Burg

Handschuhsheim ist mit rund 17.100 Einwohnern der bevölkerungsreichste Stadtteil und wurde 1903 eingemeindet. Der Kern um die Tiefburg wirkt bis heute wie ein Dorf.

  • Tiefburg, Dossenheimer Landstraße 6: Wasserburg der Herren von Handschuhsheim, 1674 zerstört, 1911 bis 1913 renoviert, seit 1950 im Besitz der Stadt. Auf dem Vorplatz ist samstags von 7 bis 13 Uhr Wochenmarkt. Haltestellen Tiefburg und Hans-Thoma-Platz (Umleitungen beachten).
  • St. Vitus: die älteste Kirche auf Heidelberger Stadtgebiet. Um 770 stand hier eine karolingische Kapelle, der romanische Neubau entstand 1053 bis 1057.
  • Füllfederhalter-Museum, Dossenheimer Landstraße 5: erinnert an die Firma Kaweco, die von Handschuhsheim aus Füller in alle Welt lieferte. Geöffnet am zweiten und vierten Sonntag im Monat von 15 bis 17 Uhr. Ein echter Geheimtipp, weil die Öffnungszeiten so knapp sind.
  • Heiligenberg: Ringwälle, die Ruine des Michaelsklosters und die Thingstätte von 1934/35. Zu Fuß über die Wege oberhalb von Handschuhsheim oder vom Philosophenweg aus.

Bergheim: Kunst und Thermalbad

Bergheim liegt zwischen Bismarckplatz und Hauptbahnhof direkt am Neckar.

  • Sammlung Prinzhorn, Voßstraße 2: Hans Prinzhorn trug 1919 bis 1921 Werke psychiatrischer Patientinnen und Patienten zusammen, heute umfasst die Sammlung rund 40.000 Werke ab 1840. Geöffnet Dienstag und Donnerstag bis Sonntag 11 bis 17 Uhr, Mittwoch bis 20 Uhr, Eintritt 10 € (ermäßigt 7 €).
  • Altes Hallenbad: Der denkmalgeschützte Jugendstilbau ist heute eine Markthalle mit Läden und Gastronomie.
  • S-Printing Horse: Die 13 Meter hohe Pferdeskulptur von Jürgen Goertz steht seit 2000 gegenüber dem Hauptbahnhof. Mehr im Beitrag Das S-Printing Horse.
  • Thermalbad, Vangerowstraße 4: Freibad von 1939 mit 26 Grad warmem Wasser, geöffnet von Mitte April bis Mitte Oktober.

Weststadt und Südstadt: Altbau und Kultur

  • Wilhelmsplatz (Weststadt): Stadtteilmittelpunkt vor der neuromanischen Kirche St. Bonifatius (1898 bis 1903). Donnerstags 8 bis 13 Uhr Wochenmarkt, samstags 10 bis 14 Uhr Kulturmarkt. Die gesamte Weststadt steht seit 2012 unter Denkmalschutz.
  • Christuskirche (Weststadt): von Hermann Behaghel, 1904 geweiht, mit 65 Meter hohem Turm.
  • Bergfriedhof, Steigerweg 20: 1844 eröffnet, rund 15 Hektar, der größte Friedhof der Stadt. Hier liegen unter anderen Friedrich Ebert, Robert Bunsen, Max Weber und Hilde Domin. Vier ausgeschilderte Rundwege. Anfahrt laut Stadt: Straßenbahn 23 oder 24 bis West-/Südstadt oder Bergfriedhof.
  • Karlstorbahnhof, Marlene-Dietrich-Platz 3 (Südstadt): Das Kulturhaus mit Kino, Klub und Theater zog aus der Altstadt in die Südstadt. Während der Umleitungen fährt Bus 29 laut Karlstorbahnhof bis Saarstraße.
  • Mark Twain Center, Römerstraße 162 (Südstadt): Dauerausstellung zur deutsch-amerikanischen Geschichte, montags und dienstags geschlossen.

Bahnstadt: Heidelbergs jüngster Stadtteil

Die Bahnstadt entstand auf 116 Hektar ehemaligem Bahngelände als Passivhaus-Stadtteil, die ersten Bewohner zogen im Juni 2012 ein. Erreichbar mit den Straßenbahnlinien 22 und 26.

  • Gadamerplatz: der zentrale Platz, 8.300 Quadratmeter, freitags 14 bis 19 Uhr Wochenmarkt.
  • Pfaffengrunder Terrasse: im Oktober 2021 eröffnet, rund 12.000 Quadratmeter mit 125 Bäumen, Hochbeeten, Boulefläche, Wasserspiel und Trampolinen.
  • Zollhofgarten und Promenade: der größte Spielplatz der Bahnstadt, an der Promenade weitere Themenspielplätze. Gut für Familien.
  • Luxor-Filmpalast: gilt als weltweit erstes Kino im Passivhausstandard. Ebenfalls in der Bahnstadt liegt die halle02 mit über 300 Veranstaltungen im Jahr.

Ziegelhausen und Schlierbach: ruhige Geheimtipps

Neckaraufwärts östlich der Altstadt liegen die beiden ruhigsten Stadtteile mit einigen der besten Geheimtipps.

  • Stift Neuburg, Stiftweg 2 (Ziegelhausen): um 1130 gegründet, seit 1927 wieder von Mönchen bewohnt. Klosterhof mit Hofladen und Gasthaus.
  • Textilsammlung Max Berk, Brahmsstraße 8 (Ziegelhausen): in einer Barockkirche von 1733, mit der größten Quiltsammlung im deutschsprachigen Raum. Geöffnet Mittwoch, Samstag und Sonntag 13 bis 18 Uhr.
  • Brahmshaus (Ziegelhausen): Johannes Brahms verbrachte hier den Sommer 1875. Samstags ist auf dem Parkplatz Kucheblech von 8 bis 13 Uhr Wochenmarkt.
  • Wolfsbrunnen (Schlierbach): im 16. Jahrhundert als Jagd- und Lusthaus entstanden, mit der Sage von der Seherin Jetta verbunden, Restaurant seit 2015 wieder geöffnet. Mehr im Beitrag Wolfsbrunnenanlage.
  • Carl-Bosch-Museum, Schloss-Wolfsbrunnenweg 46 (Schlierbach): seit 1998 über den Chemie-Nobelpreisträger von 1931. Bus 30 bis zur gleichnamigen Haltestelle fährt nur montags bis freitags.

Rohrbach, Kirchheim, Wieblingen

  • Rohrbach: Samstags 8 bis 13 Uhr Wochenmarkt auf dem Kerweplatz. Das Rohrbacher Schlösschen entstand 1770 und gehört heute zur Thoraxklinik.
  • Kirchheim: Auf dem Messplatz findet in der Regel alle 14 Tage der größte Flohmarkt Heidelbergs statt. Freitags 8 bis 13 Uhr Wochenmarkt auf dem Kerweplatz. Im Innovation Park steht der SNP dome mit 5.000 Plätzen.
  • Wieblingen: Das Naturschutzgebiet Altneckar ist rund 45 Hektar groß und ein Brut-, Rast- und Überwinterungsgebiet für Vögel. Im Ortskern steht die barocke Kirche St. Bartholomäus (1744 bis 1746).

Heidelberg Geheimtipps im Überblick

Abseits der Altstadt lohnen sich vor allem Ziele mit kurzen Öffnungszeiten, die viele übersehen:

  1. Füllfederhalter-Museum Handschuhsheim, nur 2. und 4. Sonntag 15 bis 17 Uhr
  2. Textilsammlung Max Berk in Ziegelhausen, Mittwoch, Samstag und Sonntag
  3. Carl-Bosch-Museum in Schlierbach
  4. Sammlung Prinzhorn in Bergheim, mittwochs bis 20 Uhr
  5. Bergfriedhof mit den Gräbern von Ebert, Bunsen und Weber
  6. Wochenmarkt an der Tiefburg am Samstagvormittag

Häufige Fragen

Was sollte man in Heidelberg gesehen haben?

Schloss, Alte Brücke und Philosophenweg sind die Klassiker. Wer mehr Zeit hat, ergänzt Neckarwiese, Universitätsmuseum und einen Stadtteil wie Handschuhsheim oder Ziegelhausen.

Was sind gute Geheimtipps in Heidelberg?

Das Füllfederhalter-Museum in Handschuhsheim, die Textilsammlung Max Berk in Ziegelhausen, das Carl-Bosch-Museum in Schlierbach und ein Rundgang über den Bergfriedhof.

Wo ist es in Heidelberg am schönsten?

Für den Blick auf Altstadt und Schloss: Philosophenweg und Schlangenweg in Neuenheim. Zum Verweilen am Wasser: die Neckarwiese. Ruhiger und dörflicher: der Kern von Handschuhsheim um die Tiefburg.

Welche Stadtteile hat Heidelberg?

Laut Stadt gliedert sich Heidelberg in 15 Stadtteile: Altstadt, Bahnstadt, Bergheim, Boxberg, Emmertsgrund, Handschuhsheim, Kirchheim, Neuenheim, Pfaffengrund, Rohrbach, Schlierbach, Südstadt, Weststadt, Wieblingen und Ziegelhausen. Die Bahnstadt ist der jüngste, aus dem Patrick-Henry-Village soll der 16. entstehen. Einen Überblick gibt unsere Seite Stadtteile.

Wie kommt man in Heidelberg am besten herum?

Zu Fuß in der Altstadt, mit Straßenbahn und Bus in die Stadtteile. Mit der HeidelbergCARD fahren Sie im ganzen VRN-Gebiet frei. Für kurze Wege gibt es VRNnextbike-Leihräder.

Quellen

Stand der Angaben: 12. Oktober 2026.