Wissenswertes
Max-Planck-Institute in Heidelberg
Vom MPI für Astronomie bis zum DKFZ - Heidelberg ist eine der dichtesten Forschungslandschaften Europas.
Vier Max-Planck-Institute auf engem Raum
Heidelberg beherbergt gleich mehrere Institute der Max-Planck-Gesellschaft. Auf dem Königstuhl sitzen das MPI für Astronomie und das MPI für Kernphysik, im Neuenheimer Feld das MPI für medizinische Forschung. Dazu kommt, mitten in der Stadt am Neckarufer, das MPI für ausländisches öffentliches Recht und Völkerrecht - fachlich der Ausreißer in dieser Reihe.
Die Institute arbeiten grundlagenorientiert und weitgehend unabhängig von der Universität, sind personell aber eng mit ihr verflochten: Direktorinnen und Direktoren haben in der Regel eine Professur an der Ruperto Carola.
Was oft mitgezählt wird, aber nicht dazugehört
Das Deutsche Krebsforschungszentrum (DKFZ) wird in Aufzählungen gern zu den Max-Planck-Instituten geschlagen. Das ist falsch: Das DKFZ ist ein Helmholtz-Zentrum und die größte biomedizinische Forschungseinrichtung Deutschlands.
Ebenfalls eigenständig ist das Europäische Laboratorium für Molekularbiologie (EMBL), eine zwischenstaatliche Organisation mit Hauptsitz in Heidelberg. Zusammen mit dem Universitätsklinikum und mehreren An-Instituten ergibt das die Dichte, für die Heidelberg in der Wissenschaft bekannt ist - aber unter vier verschiedenen Trägerschaften.
Sichtbar für Besucher
Forschungsinstitute sind keine Ausflugsziele, ein paar Berührungspunkte gibt es trotzdem. Auf dem Königstuhl liegt die Landessternwarte direkt neben dem MPI für Astronomie; Führungen und Tage der offenen Tür werden dort regelmäßig angeboten.
Wer nur den Ort sehen will: Der Weg zum Königstuhl mit der Bergbahn führt an den Instituten vorbei, und der Blick von oben über das Neckartal ist derselbe, den die Astronomen seit über hundert Jahren haben - nur beobachten sie längst nicht mehr von hier aus.
